EU legt neue – wenn auch unzureichende – Grenzwerte für die Treibhausgasemissionen von Autos fest

Die von den Mitgliedstaaten genehmigten neuen Obergrenzen für CO2-Emissionen sind ehrgeizig, aber nicht ausreichend, um dem aktuellen Trend der globalen Erwärmung entgegenzuwirken.

Nach der Veröffentlichung eines alarmierenden Berichts des Zwischenstaatlichen Ausschusses der Vereinten Nationen für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, kurz IPCC) über die „Klimakatastrophe“, die eintreten wird, wenn keine „beispiellosen Schritte“ unternommen werden, haben die EU-Mitgliedstaaten am 8. Oktober beschlossen, die CO2-Emissionen von Neuwagen bis 2030 um 35 Prozent zu senken, verglichen mit dem Niveau von 2021, das auf 95 Gramm pro Kilometer festgelegt wurde.

Das neue Ziel wurde nach einem 13-stündigen Treffen der Umweltminister in Luxemburg erreicht, und stellt einen Kompromiss zwischen dem dar, was das Europäische Parlament gefordert hat (- 40 Prozent), den Empfehlungen der EU-Kommission (- 30 Prozent) und dem Wunsch der Automobilhersteller, welche die neuen Grenzwerte als „extrem aggressiv“ und „eine Bedrohung für die 3,4 Millionen Arbeitsplätze,“ bezeichnen, „welche die Branche in Europa geschaffen hat“, berichtet die Deutsche Welle . Deutschland, das über die größte Automobilbranche Europas verfügt, hat den Vorschlag der Kommission unterstützt.

Doch selbst unter Berücksichtigung der neuen Kürzungen erfüllt die EU-Vereinbarung immer noch nicht die Bedingungen des Übereinkommens von Paris von 2015 , in dem die EU zugestimmt hat, die Treibhausgase bis 2030 um 40 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken.

Bei der Sitzung am 9. Oktober verabschiedeten die Minister auch den Standpunkt der EU für die COP24, den UN-Klimagipfel, der im Dezember in Katowice (Polen) stattfinden wird.

Dienstag, 16. Oktober 2018

Quelle/n:

VoxEurop

Übersetzung von:

Julia Heinemann | VoxEurop
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