Ungleich ausgestattete Kindertagesstätten

Die Zahl der Schüler in den Vorschulklassen variiert von Land zu Land bis um das Dreifache. Und jene, die am meisten ausgeben, sind nicht unbedingt die besser gestellten.

Foto: Pixabay

Die europäischen Schulkinder profitieren bei weitem nicht von den gleichen Bedingungen. Dies spiegelt sich in den spektakulären Unterschieden der Betreuungsverhältnisse in den Kindertagesstätten von Land zu Land wider, d.h. in der Anzahl der Schüler, die jeder Pädagoge betreuen muss. In Schweden betreut ein Lehrer etwas mehr als sechs Schüler. In Frankreich sind es dreimal mehr, also fast 22 Schüler. Die Zahl der Kinder pro Lehrer spielt jedoch eine wichtige Rolle für die Qualität des Lernens, und erklärt zum Teil die schlechte Platzierung Frankreichs in der internationalen Bewertung des Schulniveaus.

Auch wenn die französische Situation durchaus außerordentlich erscheint, müssen auch andere Länder mit überfüllten Vorschulklassen zurechtkommen: Belgien, Polen, die Schweiz, die Niederlande, Norwegen, Portugal und das Vereinigte Königreich, wo diese Quote 15 Schüler pro Lehrer übersteigt.

Diese Unterschiede spiegeln die Kluft zwischen den europäischen Ländern hinsichtlich der Investitionen in die Bildung junger Schüler wider. Die jährlichen Ausgaben pro Schüler in einer Kindertagesstätte lagen 2014 in Frankreich bei 7.760 Euro gegenüber 13.200 Euro in Schweden. Das großzügigste Land in dieser Hinsicht ist jedoch Luxemburg mit 21.200 Euro pro Vorschul-Schüler, gegenüber 5.000 Euro in der Tschechischen Republik am anderen Listenende. Vom Einfachen bis zum Vierfachen…

Montag, 14. Mai 2018

Autor/en:

Laurent Jeanneau

Übersetzung von:

Julia Heinemann | VoxEurop
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Tags

Bildung

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