Immer mehr Patentanmeldungen aus Mittel- und Osteuropa

Die Länder Mittel- und Osteuropas haben in den letzten sieben Jahren mehr europäische Patente beantragt, während die bisher innovativen Länder immer weniger Anträge stellten.

Photo: Pxhere

Die Länder Mittel- und Osteuropas haben in den letzten sieben Jahren mehr europäische Patente beantragt, während die bisher innovativen Länder immer weniger Anträge stellten. Laut dem jüngsten Bericht der Europäischen Patentorganisation  haben Länder wie Rumänien, Bulgarien, Griechenland oder Polen seit 2010 immer mehr Vorschläge gemacht.

Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Anträge des im Patentbereich führenden EU-Mitglieds – Deutschland – um sieben Prozent gefallen.

Trotz der jüngsten Rückkehr zum Wirtschaftswachstum sind Deutschland, Frankreich und die Niederlande nach wie vor die Hauptakteure der Patentindustrie in Europa. Diese drei Länder machen ein Viertel aller 2017 gestellten Anträge aus.

Die Vereinigten Staaten stehen weltweit an der Spitze. Sie zählen die meisten Patentanmeldungen und Patente, die von der Europäischen Patentorganisation erteilt wurden. Die Plätze 2, 3 und 4 gehen nach Deutschland, Japan und Frankreich.

Diese vier Länder machen zusammen fast zwei Drittel aller Anmeldungen und Patente aus, die von der europäischen Institution erteilt wurden. China liegt an fünfter Stelle, aber sein Wachstum von 17 Prozent im letzten Jahr ist höher als das der großen Vier.

Ferner hat China unter den wichtigsten Innovationsnationen mit 307 Prozent den höchsten Zuwachs in den letzten sieben Jahren erzielt. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl in den USA und Frankreich um 7 Prozent bzw. 10 Prozent, während die Zahl der Patentanmeldungen in Deutschland um 7 Prozent zurückging und in Japan unverändert blieb.

Die Pro-Kopf-Rate erzählt jedoch eine andere Geschichte: Hier führen die europäischen Länder die Liste an, und Japan und die USA fallen auf die Plätze 9 und 12 zurück.

Dienstag, 15. Mai 2018

Autor/en:

Carmen Aguilar

Quelle/n:

VoxEurop

Übersetzung von:

Julia Heinemann | VoxEurop
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