Einer von vier Spaniern und Polen hat einen befristeten Job

Bei der Zeitarbeit in der EU haben Spanien und Polen die Nase vorn. Bei festen Arbeitsplätzen sind dagegen die Baltischen Staaten und Rumänien führend.

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Jeder vierte Arbeitnehmer in Spanien (26,8 Prozent) und Polen (26,1 Prozent) hat einen befristeten Arbeitsvertrag. Den jüngsten Daten von Eurostat zufolge verzeichnen diese Länder die höchste Quote innerhalb der Europäischen Union. Sie liegen um mehr als 10 Punkte über dem Gesamtdurchschnitt (14,3 Prozent). An zweiter Stelle stehen Portugal, die Niederlande und Kroatien mit über 20 Prozent aller Beschäftigten im Jahr 2017. 

Mit unter 3 Prozent liegen die östlichen Länder wie Rumänien, Lettland und Litauen am anderen Ende der Tabelle. 

Schaut man sich das Alter an, fällt auf, dass junge Menschen den mit Abstand höchsten Anteil an Zeitarbeitsverträgen haben. Fast die Hälfte der EU-Arbeitnehmer im Alter zwischen 15 und 24 Jahren waren im Jahr 2017 befristet beschäftigt. Spanien liegt erneut an der Spitze: Drei Viertel seiner jungen Menschen arbeiten in befristeten Arbeitsverhältnissen. Lettland und Litauen sind die Schlusslichter.

Dagegen verzeichnen die Länder mit einem geringen Anteil an Zeitarbeit eine Arbeitslosigkeit, die über die Zeitarbeit hinausgeht.

Im Vergleich zum Jahr 2008 (vor der Finanzkrise) ist der Anteil der Menschen mit Zeitverträgen in zwei Dritteln der 31 untersuchten Länder gestiegen. In der Slowakei stieg dieser Anteil um fast 5 Punkte, und in Dänemark um 4,4 Punkte. Spanien hat sich seit 2008 dagegen besser entwickelt und den Anteil der Zeitverträge um 2,2 Punkte reduziert.

Donnerstag, 07. Juni 2018

Autor/en:

Carmen Aguilar

Quelle/n:

VoxEurop

Übersetzung von:

Julia Heinemann | VoxEurop

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