EU-Lastenteilungsentscheidung soll die Kohlenstoff-Emissionen bis 2020 um 15 Prozent senken

Die Europäische Union hat sich ihr Klimaschutz-Ziel für 2020 gesetzt und sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen (THG) um mindestens 20 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.

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Die Europäische Union hat sich ihr Klimaschutz-Ziel für 2020 gesetzt und sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen (THG) um mindestens 20 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.

Die Entscheidung über die Lastenverteilung (ESD ) ist eine der Initiativen, für welche die Mitgliedstaaten mit ihren nationalen Strategien und Maßnahmen individuell verantwortlich sind. Für den Zeitraum 2013-2020 wurden so die jährlichen Ziele für die Treibhausgasemissionen aller Mitgliedstaaten festgelegt. Ausgedrückt werden diese als prozentuale Veränderungen gegenüber dem Niveau von 2005.

Diese Ziele betreffen Emissionen der meisten Sektoren, die nicht zum EU-Emissionshandelssystem (EU-EHS) gehören, das hauptsächlich auf EU-Ebene geregelt wird.

Im Rahmen der ESD hat sich die EU zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen im Jahr 2020 gegenüber 2005 um 8 Prozent zu reduzieren. Nach den jüngsten Prognosen der Europäischen Umweltagentur (EUA) wird die EU die Emissionen dank allen bestehenden Maßnahmen um 15 Prozent reduzieren. 

Luxemburg, Irland, Österreich, Finnland, Belgien, Deutschland und Malta sind die einzigen Länder, die ihre Ziele auch mit den derzeitigen zusätzlichen Maßnahmen nicht erreichen werden.

Luxemburg, Dänemark und Irland müssen ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20 Prozent reduzieren, was die maximale Reduktion im Vergleich zu den anderen Ländern darstellt. Andererseits dürfen Rumänien und Bulgarien ihre Emissionen um 19 Prozent bzw. 20 Prozent erhöhen.

Nach den jüngsten Prognosen der EUA wird Irland sein Ziel mit den bestehenden Maßnahmen um 17 Prozentpunkte und mit den zusätzlichen um 15,3 Prozentpunkte verfehlen. Malta wird sein Ziel mit allen Maßnahmen um 15,3 Prozentpunkte verfehlen.

Kroatien dürfte seine Emissionen um 11 Prozent erhöhen. Dank seiner zusätzlichen Maßnahmen wird es die Emissionen allerdings um fast 29 Prozent reduzieren.

Dienstag, 23. Oktober 2018

Autor/en:

Kashyap Raibagi

Quelle/n:

VoxEurop

Übersetzung von:

Julia Heinemann | VoxEurop
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