Immer weniger Straftaten in Deutschland

Laut einer Pressemitteilung aus dem Bundesministerium des Innern verzeichnete Deutschland im Jahr 2017 die niedrigste Zahl an verübten Straftaten seit 1992.

Laut einer Pressemitteilung aus dem Bundesministerium des Innern verzeichnete Deutschland im Jahr 2017 die niedrigste Zahl an verübten Straftaten seit 1992.

Im vergangenen Jahr registrierte Deutschland insgesamt 5,76 Millionen Straftaten, für die es mehr als zwei Millionen Verdächtige gab, davon 14 Prozent Einwanderer, so der Bericht des BKA (Bundeskriminalamt): Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2017 .

Die PKS enthält nur solche Straftaten, die der Polizei gemeldet und von der Polizei bearbeitet wurden. Nicht berücksichtigt werden Straftaten gegen die Staatssicherheit und Verkehrsdelikte.

Seit dem Bericht von 2015 hat die PKS damit begonnen, die Zahl der Straftaten aufrechtzuerhalten, während die rein migrationsbedingten Verstöße ausgeschlossen wurden. Im Jahr 2017 stellten die Einwanderer nur acht Prozent der Verdächtigen.

Zu den einwanderungsbedingten Delikten gehören die mit den Migrationsbewegungen verbundenen Verstöße gegen das Ausländerrecht. Dazu gehören Missachtungen des Aufenthaltsgesetzes, des Asylgesetzes und des Freizügigkeitsgesetzes (EU). Insgesamt ergibt sich für das Jahr 2017 ein Unterschied von fast 180.000 Straftaten und 138.000 Verdächtigen, wenn man die migrationsbedingten Verstöße ausschließt. Die Zahl der zugewanderten Verdächtigen ist im gleichen Fall fast halbiert.

In Deutschland gab es mehrere Proteste der Rechtsextremen gegen den Anstieg der Kriminalität, der angeblich auf den Zustrom von Einwanderern zurückzuführen ist. Gleichzeitig erklärte die derzeitige Bundeskanzlerin, Angela Merkel, dass sie nicht mehr bei der nächsten Wahl antreten werde, zumal sie diese Volksabstimmung verlieren könnte. Im Jahr 2015 hatte Frau Merkel über eine Million Flüchtlinge in Deutschland aufgenommen.

„Ein Vergleich der derzeitigen Kriminalitätsrate bei nicht-deutschen Einwohnern mit jener der deutschen Wohnbevölkerung ist allein wegen der unbekannten Anzahl nicht-identifizierter Straftäter unmöglich, zumal diese nicht in der polizeilichen Kriminalstatistik erfasst sind“, erläutert der PKS-Bericht, und fügt hinzu: „Die Volkszählungen von 1979 und 2011 haben gezeigt, dass selbst die Daten der als in Deutschland ansässig registrierten ausländischen Bevölkerung sehr unzuverlässig sind (zumal durch Hochrechnungen ermittelt).“

Betrachtet man jedoch nur die Verdächtigen, so waren es 736.265 Nicht-Deutsche. Und wenn wir die migrationsbedingten Straftaten ausschließen, waren es 599.357 ausländische Verdächtige, was 30 Prozent der Gesamt-Verdächtigen ausmacht.

Die eingewanderten Verdächtigen machten demnach nur 28 Prozent der ausländischen Verdächtigen aus, wenn wir die einwanderungsbedingten Straftaten ausschließen.

Samstag, 24. November 2018

Autor/en:

Kashyap Raibagi

Quelle/n:

VoxEurop

Übersetzung von:

Julia Heinemann
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