Warum in Westeuropa der Hass auf Juden immer wieder aufflammt

Die Angriffe auf Juden, insbesondere in Frankreich und Deutschland, haben in den letzten Jahren zugenommen.

In den letzten Jahren haben Übergriffe auf Juden insbesondere in Frankreich und Deutschland zugenommen, und scheinen folgenden scheinbaren Zusammenhang zu bestätigen: „Der Antisemitismus in Europa ist wieder auf dem Vormarsch und wird vor allem von Einwanderern getragen.“, so die Neue Zürcher Zeitung , die außerdem hinzufügt, dass „die Debatte emotional (ist) und kaum je auf überprüfbaren Daten (beruht)“. Wie die Schweizer Tageszeitung berichtet: „befindet sich der klassische Antisemitismus auf dem Rückzug“ Unterdessen „ist es der israelbezogene Antisemitismus, der heute für die meisten Kontroversen sorgt – und laut einigen Untersuchungen auch zunimmt.“

Die NZZ veröffentlicht die wichtigsten Ergebnisse einer Studie von David Feldman vom Pears Institute for the Study of Antisemitisman der Birkbeck University of London.  Er untersuchte den möglichen Zusammenhang zwischen Antisemitismus und Migration. Feldman und seine Forschungsgruppe konzentrierten sich auf Deutschland, Frankreich, Belgien, die Niederlande und Großbritannien. Sie sammelten neue Untersuchungen aus den Ländern und verglichen sie miteinander.

„Methodisch ist das eine Herausforderung“, schreibt die NZZ und führt fort: „Die Erhebungen antisemitischer Gesinnungen und Übergriffe“ geschehen „meist landesspezifisch. Die Definitionen und Messverfahren unterscheiden sich, die absoluten Zahlen lassen sich darum nicht vergleichen.“ Dennoch können „Tendenzen in Ländern festgestellt und miteinander verglichen werden“.

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Montag, 09. Juli 2018

Quelle/n:

VoxEurop
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