Kann eine Grafik den Absturz der SPD erklären?

Einkommensrelevante Daten für die deutschen Bevölkerung könnten den Absturz der Sozialdemokraten in den letzten 15 Jahren erklären.

Worum es geht 

Die Führungskrise der SPD ist einer der wichtigsten Nebeneffekte der EU-Wahlen vom 26. Mai. Als die SPD hinter den Grünen Platz drei belegte - ein historisches Ergebnis – ist die damalige SPD-Vorsitzende Andrea Nahles nach nur einem Jahr an der Parteispitze zurückgetreten. In einer auf Spiegel Online veröffentlichten Kolumne zeigt Thomas Fricke, wie ein einziger Faktor - nämlich die Entwicklung des Nettoeinkommens der reichsten und ärmsten 10 Prozent in Deutschland - den anhaltenden Rückgang der SPD und die Schockwelle im Zusammenhang mit Nahles' Rücktritt erklären könnte. 

Warum uns das gefällt

Die Daten zeigen, dass sich die Verteilung von Wirtschaftsressourcen in den reichsten und ärmsten Schichten der Gesellschaft historisch verschoben haben, während der sechs Jahre von 1999 bis 2005, in denen die SPD an der Macht war. Andere Hinweise, wie der GINI-Index oder die Indikatoren für die Bestimmung armutsgefährdeter Menschen, ergeben das gleiche Bild. Daraus schliesst Fricke, dass die Herausforderungen der SPD bei weitem nicht nur in der Führungsfrage liegen. 

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Mittwoch, 05. Juni 2019

Quelle/n:

Voxeurop
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