Ausbeutung auf Rädern

Die Beobachtung der Arbeitsbedingungen der Lkw-Fahrer in Europa ermöglicht es, einige entscheidende Grenzen des derzeitigen Niveaus der europäischen Integration zu erkennen.

Investigate Europe

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Worum es in dieser Arbeit geht

Jeden Tag sehen wir alle Lastkraftwagen. Doch wir wissen sehr wenig über die Arbeitsbedingungen derjenigen, die sie fahren: Wie viel sie arbeiten, wie viel sie bezahlt werden, wie oft sie ihre Familien sehen. Um mehr darüber zu erfahren, haben die Mitglieder des Netzwerks Investigate Europe Dutzende von Menschen an ihren Arbeitsplätzen in der gesamten EU getroffen, und ein recht umfassendes Bild ihrer Situation erstellt - was unter dem Motto “Sozialdumping” zusammengefasst werden kann. Auto- und Transportunternehmen beuten Arbeitnehmer aus, verletzen ihre Rechte und gefährden ihre Gesundheit, Sicherheit und ihr Wohlergehen. Gesetzgeberische Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Probleme erweisen sich als unzureichend oder unwirksam.

Warum uns diese Arbeit gefällt

Die Arbeit der Lkw-Fahrer ist im wahrsten Sinne des Wortes transnational, und sie berührt mehrere entscheidende Aspekte der europäischen Integration: Die Schaffung eines gemeinsamen Marktes, den freien Verkehr von Arbeitnehmern und Waren, die Frage des Wettbewerbs, das Problem der sozialen Rechte. Wenn man jedoch an die europäische Integration denkt, denkt man in der Regel nicht an LKW-Fahrer. Die Beobachtung ihrer Erfahrungen ermöglicht es, das Potenzial und die Grenzen des europäischen Projekts in seiner jetzigen Form auf den Punkt zu bringen. Die Arbeit von Investigate Europe ist umso wertvoller, weil sie auf einer großen Ermittlungsarbeit vor Ort beruht. Ferner gefällt uns die Tatsache, dass die Ergebnisse der Untersuchung in vielen verschiedenen Ländern von unterschiedlichen Nachrichtenkanälen veröffentlicht werden.

Dienstag, 16. Oktober 2018

Quelle/n:

OBC Transeuropa
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