Antisemitismus in Österreich

Rund zehn Prozent der Österreicher stimmen klaren antisemitischen Aussagen zu.

Worum es in dieser Arbeit geht

Die Forschungsinstitute IFES und Demox haben eine Umfrage zum Thema Antisemitismus in diesem mitteleuropäischen Land durchgeführt.

Laut der Analyse, die von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka in Auftrag gegeben wurde, sind rund ein Zehntel der österreichischen Bürgerinnen und Bürger mit deutlichen antisemitischen Aussagen einverstanden, die entweder auf rassistischen Überzeugungen beruhen, oder die Existenz des Holocaust in Frage stellen. Die Zahlen im Zusammenhang mit anderen Formen des Antisemitismus, die als „latenter Antisemitismus“ bezeichnet werden (die beispielsweise mit der politischen Rolle Israels heute verbunden sind), sind noch viel höher und nähern sich einer Zustimmungsrate von 30 Prozent. Die Studie liefert vergleichende Daten, da sie neben der allgemeinen Bevölkerung auch arabisch- und türkischsprachige Bürger anspricht. Nicht zuletzt wirft die Analyse ein Licht auf die langfristige Entwicklung antisemitischer Ansichten in Österreich.

Warum uns diese Arbeit gefällt

IFES und Demox behandeln verschiedene Formen des Antisemitismus und bieten ein besseres und detaillierteres Verständnis des Themas Antisemitismus. Die Website des Projekts ist gut strukturiert. Neben dem Hauptbericht können sich die Leser mit einer Reihe von themenbezogenen Lektüreangeboten beschäftigen, um das Antisemitismus-Verständnis zu vertiefen.

Freitag, 22. März 2019

Quelle/n:

VoxEurop
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