Vertrauen erreicht das Vor-Krisen-Niveau

Nach Jahren des Pessimismus befinden sich die Vertrauensindikatoren wieder im positiven Bereich

Der Indikator der wirtschaftlichen Einschätzung (Economic Sentiment Indicator, ESI) setzt sich aus fünf sektoralen Vertrauensindikatoren mit unterschiedlicher Gewichtung zusammen: Indikator des Vertrauens in der Industrie, Indikator des Vertrauens in den Dienstleistungen, Indikator des Vertrauens der Verbraucher, Indikator des Vertrauens im Baugewerbe, und Indikator des Vertrauens im Einzelhandel. Es handelt sich um einen Wirtschaftsindikator zur Beurteilung der Gesundheit von Markt und Wirtschaft auf der Seite der Verbraucher und der Industrie.

Laut der im Dezember 2017 von Eurostat veröffentlichten Daten, ist der Indikator der wirtschaftlichen Einschätzung seit April 2009 angestiegen, und hat sich seit Herbst 2016 sogar beschleunigt. Zwischen August 2016 und Dezember 2017 lag die in der EU durchschnittlich verzeichnete Zunahme bei 10,2 Punkten. Im vergangenen Monat war zudem der stärkste Anstieg seit August 2000 zu beobachten: 1,6 Punkte für die EU-Mitgliedsstaaten.

Während Frankreich und Deutschland an der Spitze der Rangliste stehen (+2,3% bzw. +1,6%), sind die Indikatoren für Länder wie Italien weniger gut: Hier ist keinerlei Veränderung zu beobachten (0%). Dagegen verzeichnet Spanien sogar einen Rückgang von -0,8%.

Der Indikator des "Vertrauens im Baugewerbe" kehrte nach einer langen negativen Phase im Oktober 2017 erstmals seit 10 Jahren wieder in den positiven Bereich zurück.

Der Vertrauensindikator wird seit 1985 auf der Grundlage monatlicher Erhebungen ermittelt: Rund 135.000 Unternehmen und 40.000 Verbraucher werden jeden Monat in der gesamten Europäischen Union befragt. 

Donnerstag, 18. Januar 2018

Quelle/n:

VoxEurop

Übersetzung von:

Julia Heinemann | VoxEurop
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