Wie die Liste die Zahl der Todesfälle von Migranten in Europa widerspiegelt

Die von United for Intercultural Action erstellte Liste erfasst alle Flüchtlinge und Migranten, die bei dem Versuch, Europa zu erreichen, gestorben sind.

Die Liste ist ein Projekt, das die Flüchtlinge und Migranten erfasst, die bei dem Versuch, nach Europa zu gelangen, gestorben sind. Erstellt wurde sie über mehrere Jahre hinweg von der niederländischen NRO United for Intercultural Action. Anlässlich zum Weltflüchtlingstag wurde das Dokument am 20. Juni vom Guardian - in Zusammenarbeit mit der Chisenhale Gallery in London und der Liverpool Biennale veröffentlicht.

Worum es hier geht

Angesichts des Mangels an offiziellen Daten hat die Aktivistengruppe Zeitungsartikel, Erhebnungen von NROs und Berichte der Küstenwache gesammelt, um Einzelheiten über den Tod von Migranten zusammenzutragen, die seit Anfang der 1990er Jahre nach Europa reisen. Ihre Anzahl beträgt 34.361 und ist “steigend”. Todesfälle ereignen sich nicht nur auf See, sondern auch in Haftanstalten, Asylzentren und Stadtzentren. Etwa 400 haben sich das Leben genommen, mehr als 600 sind durch gewaltsame Einwirkung anderer gestorben. Die aufgezeichneten Todesfälle werden durch Punkte dargestellt. Jeder Punkt repräsentiert einen der 34.361 erfassten Todesfälle. Nicht alle Todesfälle ereignen sich auf See, sondern auch in Haftanstalten, Asylzentren, Fabriken und Stadtzentren. Da die Daten nicht umfassend sind, und da es keine informationen zu jedem einzelnen Vorfall gibt, “wird die wahre Zahl der Todesopfer mit Sicherheit viel höher sein”. Der Artikel zeigt auch eine Zeit-Karte der Orte der Todesfälle zwischen Libyen und Italien zwischen 2013 und 2017.

Warum es uns gefällt

Die sogenannte “Migrantenkrise”, die auf der Tagung des Europäischen Rates am 28. und 29. Juni in Brüssel als zentrales Thema besprochen wurde, ist in mehreren EU-Mitgliedstaaten zu einem wichtigen politischen Thema geworden. Oft wird sie nicht als humanitäres, sondern als sicherheits- und demographisches Problem betrachtet.

Donnerstag, 21. Juni 2018

Quelle/n:

VoxEurop
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