Wer hinterfragt die europäischen Werte im EU-Parlament?

Ein Tracker, der auf Daten aus Umfragen des Umfrageprojekts beruht, wirft ein neues Licht auf den Konflikt zwischen pro-europäischen und illiberalen Kräften innerhalb des Europäischen Parlaments.

Liberties

Die Civil Liberties Union for Europe (Liberties), eine in Berlin ansässige Nichtregierungsorganisation, die in der gesamten Europäischen Union für die bürgerlichen Freiheiten eintritt, hat einen Tracker entwickelt, der den Anteil der derzeitigen Abgeordneten des Europaparlaments anzeigt, die als „Anti-Values“ (wertefeindlich) betrachtet werden können, d.h. politische Ansichten vertreten, die im Widerspruch zu den Bestimmungen von Artikel 2 des Vertrags der Europäischen Union stehen. Umso wichtiger ist es, dass der Tracker Einblicke in die mögliche Zusammensetzung des Europäischen Parlaments nach den nächsten Europawahlen gibt. Die dem Tracker zugrunde liegenden Daten sind die der Website „Poll of polls“ . Liberties plant, den Tracker kontinuierlich zu aktualisieren, da sich die Umfragen im Laufe der Zeit weiterentwickeln.

Warum uns dies gefällt

Der Tracker untersucht das oft stark verallgemeinerte Thema „illiberale Politik“ und liefert einen klaren Beweis dafür, wie wertefeindliche Positionen von EU-Abgeordneten des politischen Spektrums geteilt werden. So mag es zum Beispiel überraschen, dass die Fraktion mit der höchsten Anzahl von „Anti-Values“-Mitgliedern des Europäischen Parlaments unter den politischen Mainstream-Kräften im EP die Progressive Allianz der Sozialdemokraten (S&D) ist. Die ausgesprochen detaillierte Analyse zeigt auch, wie sich das Spiel der politischen Allianzen im nächsten Europäischen Parlament entfalten könnte, indem sie dem Mainstream-Medien-Narrativ eine gewisse Substanz verleiht, zumal dieses die nächsten EU-Wahlen als den ultimativen Konflikt zwischen proeuropäischen und illiberalen Kräften darstellt. Die Studie enthält eine Reihe zusammenhängender Infografiken, die den Plenarsaal des Europäischen Parlaments darstellen.

Dienstag, 05. März 2019

Quelle/n:

VoxEurop
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