Ob reich oder arm, hier ist die „Wahlbeteiligung“

Diese datengestützte Arbeit, die auf El Diario veröffentlicht wurde, deckt den Zusammenhang zwischen der Armut und der Wahlbeteiligung auf.

Worum es in dieser Arbeit geht

Raúl Sánchez und David Noriega haben Daten zu den Kommunalwahlen 2015 in Madrid analysiert und aufgedeckt, dass Bezirke mit niedrigem Einkommen diejenigen mit mehr Stimmenthaltungen sind. Bezogen auf die Wahlbeteiligung erreicht die Spanne zwischen den besten und den schlechtesten Durchschnittseinkommens-Vierteln zehn Prozentpunkte. Infolgedessen blenden die Menschen, die in Bezirken wie Puente de Vallecas und Usera leben, die Wahlen am meisten aus. Interessanterweise findet sich das gleiche Muster in der größeren Region um Madrid, und ganz besonders in den Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern.

Warum uns diese Arbeit gefällt

Sánchez und Noriega behandeln das Thema nicht nur mithilfe von numerischen Beweisen, sondern befragen auch eine Reihe von Experten. Die Frage der „politischen Partizipation“ wird daher auch aus theoretischer Sicht analysiert. Darüber hinaus liefern Wissenschaftler eine historische Kontextualisierung der Stimmenthaltungs-Raten bei einkommensschwachen sozialen Gruppen. Diese Arbeit ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Daten und kritische Analysen journalistisch miteinander vereint werden können.

Dienstag, 26. März 2019

Quelle/n:

VoxEurop
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