Migranten auf den europäischen Arbeitsmärkten sind je nach Herkunftsland dauerhaft benachteiligt.

Einwanderer und ihre Nachkommen werden nicht automatisch in die gleichen Beschäftigungsmuster wie Einheimische integriert. Ganz im Gegenteil: Es gibt zahlreiche Beispiele für die anhaltende Benachteiligung.

Die Eurofound-Forscher Enrique Fernández-Macías und Tania Paniagua de la Iglesia haben die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt ihres Gastlandes untersucht. Sie fanden heraus, dass die Herkunftsregion eine größere Rolle spielt als der Migrantenstatus als solcher: "Für Einwanderer aus allen Regionen der Welt, mit Ausnahme Nordamerikas, ist es wahrscheinlicher  als für die einheimische Bevölkerung, einen Arbeitsplatz im unteren Abschnitt der Karriereleiter zu bekommen.

Besonders benachteiligt sind Menschen nordafrikanischer Herkunft und Frauen mit asiatischem Hintergrund, zumal sie auch viel seltener auf dem Arbeitsmarkt tätig sind", erklären sie und fügen hinzu, dass "nur Frauen lateinamerikanischer Herkunft eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, am Arbeitsmarkt teilzunehmen als Staatsangehörige". Ihre Schlussfolgerung lautet: "Es gibt keine automatische allmähliche Integration von Einwanderern und ihren Nachkommen in dieselben Beschäftigungsmuster wie Einheimische. Es existieren zahlreiche Fälle anhaltender Benachteiligung."