Medien: Jüngere Europäer wenden sich vom Fernsehen und Printmedien ab (aber nicht von Online-Zeitungen)

Eine Ende Oktober veröffentlichte Studie des Pew Research Center über Erwachsene im Alter von 18 bis 29 Jahren zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass junge Menschen Nachrichten online lesen, anstatt TV zu schauen, etwa doppelt so hoch ist. Darüber hinaus neigen sie auch dazu, die Leistung der Nachrichtenmedien und die Berichterstattung über wichtige Themen kritischer zu beurteilen.

Eine Ende Oktober veröffentlichte Studie des Pew Research Center  über Erwachsene im Alter von 18 bis 29 Jahren zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass junge Menschen Nachrichten online lesen, anstatt TV zu schauen, etwa doppelt so hoch ist. Darüber hinaus neigen sie auch dazu, die Leistung der Nachrichtenmedien und die Berichterstattung über wichtige Themen kritischer zu beurteilen.

Im Rahmen der Studie wurden 16.114 Erwachsene in 8 Ländern befragt: Dänemark, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Schweden, Spanien, die Niederlande, Italien und Deutschland. Diese Länder entsprechen 69 Prozent der EU-Bevölkerung und 75 Prozent der EU-Wirtschaft.

Im Allgemeinen vertrauen jüngere Erwachsene (unter 30 Jahren) Nachrichtenmedien weniger, und denken seltener, dass diese gute Arbeit leisten. Obwohl sie nur selten gedruckte Nachrichten lesen, fällt es ihnen leicht, einen Zeitungstitel als ihre Nachrichtenquelle zu nennen. So bezeichnen jüngere Erwachsene in Spanien El País beispielsweise als Top-Nachrichtenquelle, während Personen im Alter zwischen 30 und 49 Jahren, und ab 50 Jahren den öffentlich-rechtlichen Sender RTVE nennen. Einzige Ausnahme: Das Vereinigte Königreich. Hier dominiert ein öffentlich-rechtlicher Sender (die BBC) in allen Altersgruppen als wichtigste Nachrichtenquelle.