Krebserregendes Wasser im Donauraum

Fast eine Million Menschen sind einem zu hohen Arsengehalt im Leitungswasser ausgesetzt, wie das Balkan Investigative Reporting Network enthüllt.

Worum es in dieser Arbeit geht

Daten und Beweise, die der Journalist Milos Stanic für das Balkan Investigative Reporting Network ermittelt hat, zeigen, dass rund 923.000 Menschen in Ostkroatien, Nordserbien und Südungarn mit krebserregendem Wasser aus öffentlichen Netzen versorgt werden. Besonders gravierend ist das Problem in der Provinz Vojvodina in Serbien.

Die Daten wurden im Rahmen von Informationsfreiheits-Umfragen und anderen Erhebungen von Wasserversorgungsunternehmen, Gesundheitsämtern und lokalen Behörden gesammelt und durch Interviews ergänzt. Der Bericht befasst sich sowohl mit der Verantwortung als auch mit möglichen Lösungen für den zu hohen Arsengehalt im Leitungswasser in der Region.

Warum wir sie mögen

Daten und investigativer Journalismus können in Ländern, in denen die Transparenz und Rechenschaftspflicht der Behörden nicht zu hoch angesetzt sind, wirklich etwas bewirken. Dies ist besonders wichtig, wenn es um die Gesundheit der Menschen geht. Darüber hinaus ist die Arbeit ein gutes Beispiel für die Kombination von Datenanalyse und vor Ort geführter Berichterstattung. Ferner zeichnet sie sich auch durch ihren transnationalen Charakter aus: Sowohl im Hinblick auf den Untersuchungsgegenstand als auch auf die Sprachen, in denen die Geschichte veröffentlicht wurde.