Ich bin ein (Un-)Gläubiger

Ein neuer Bericht greift das Thema Säkularismus in Spanien auf. Die Analyse enthüllt die langfristige Entwicklung der Beziehung zwischen Bürgern und Religion.

Worum es in dieser Arbeit geht

Die spanische Tageszeitung El Pais berichtet über die Ergebnisse der von der spanischen Stiftung Ferrer i Guàrdia veröffentlichten Studie Säkularismus in Zahlen 2018.

Dem Bericht zufolge sind gegenwärtig „historische“ 27 Prozent der Spanier „entweder Atheisten, Agnostiker oder Ungläubige“. Die Analyse offenbart die großen Unterschiede zwischen den Generationen in ihrer Beziehung zum Glauben, wobei jüngere Jahrgänge immer weniger an traditionellen Denkweisen festhalten. Eine weitere „dramatische“ Tendenz betrifft die Zahl der standesamtlichen Trauungen gegenüber den religiösen Ehen in der Gesellschaft. Während 1992 79,4 Prozent der Paare in einer Kirche heirateten, ist dieser Anteil innerhalb von weniger als 30 Jahren auf 19,8 Prozent gefallen. Dies entspricht einer de facto Umkehrung der Proportionen. El Pais stellt die spanischen Zahlen in ihren Kontext: In Europa hat Polen laut der europäischen Sozialerhebung European Social Survey den höchsten Anteil an Gläubigen, gefolgt von Litauen, Italien und Irland.

Warum uns diese Arbeit gefällt

Anhand von neuen Daten deckt dieser Artikel ein oft diskutiertes Thema neu auf, nämlich die Säkularisierung zeitgenössischer Gesellschaften. Die Arbeit ist an eine Reihe einfacher infografischer Inhalte geknüpft, die direkt zum Wesentlichen führen. Die Analyse ist unkompliziert und gleichzeitig vollständig, zumal sie sich auch auf den europäischen Kontext

bezieht und verdeutlicht, wie sehr sich die nationalen Gesellschaften in der EU in Bezug auf die zugrunde liegende Wertebasis unterscheiden.

Dienstag, 16. April 2019

Quelle/n:

VoxEurop
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