Der Schirmherr des Verlages: Wie Google die europäischen Medien finanziert

Die auf digitale Bürgerrechte spezialisierte neue deutsche Website netzpolitik.org führte eine Datenanalyse durch: “Citizen Google: Wie ein Konzern den Journalismus dominiert". 

Die auf digitale Bürgerrechte spezialisierte neue deutsche Website netzpolitik.org führte eine Datenanalyse durch: “Citizen Google: Wie ein Konzern den Journalismus dominiert ". Untersucht wurde, welche Medien und welche Art von Finanzierung Google mit der Digital News Initiative (DNI) von Google bereitgestellt hat.

In den letzten drei Jahren hat Google 447 journalismusbezogene Projekte mit 115 Millionen Euro gefördert: Eine Infografik zeigt, um wie viel Geld, welche Länder und welche Medien es geht.

"Unsere Daten, die auf einem Projektregister basieren, das wir von der DNI-Website übertragen und anschließend mit zusätzlichen Berichten gekoppelt haben, geben Aufschluss darüber, wem Google Geld gibt", schrieb Alexander Fanta, Autor der Analyse. DNI bietet nur eine Bandbreite von Finanzierungsgrößen (zwischen 50.000 Euro und 300.000 Euro). Netzpolitik.org konnte die genaue Anzahl von 217 von 447 Projekten ermitteln. Tatsächlich wollten viele Medienunternehmen nicht offenlegen, wie viel Geld sie von Google erhalten haben.  

Deutschland (15 Millionen und 67 Projekte) ist das Land mit den meisten Fördermitteln. Lettland (200.000 und 4 Projekte) das Land mit den wenigsten Geldern.

Googles Geld ist an eine Bedingung gebunden: Es finanziert keine Inhalte an sich, sondern Projekte, die "Innovation zeigen". Eine englische Version der Analyse wurde auf der Website des European Journalism Observatory veröffentlicht.