Der Korruptionswahrnehmungsindex 2018 von Transparency International

Transparency International hat seinen neuesten Korruptionswahrnehmungsindex veröffentlicht.

Transparency International (TI) hat seinen neuesten Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perception Index, kurz CPI) veröffentlicht. Der Index basiert auf Umfragedaten und Experteneinschätzungen und reicht für jedes Land von 0 (sehr korrupt) bis 100. Neben einer weltweiten Rangliste enthält der Bericht genauere Analysen für 6 globale Regionen.

Im Vergleich zu anderen Teilen der Welt schneiden Westeuropa und die EU gut ab. Schaut man sich die einzelnen Länder an, erweist sich Dänemark (88 Punkte) als „weltweit führend“, gefolgt von Finnland, Schweden und der Schweiz. Bulgarien (42), Griechenland (45) und Ungarn (46) stehen auf der anderen Seite der Liste eng beieinander. Budapest bietet (zusammen mit Malta) Anlass zu besonderer Besorgnis, da es in den letzten Jahren 8 Punkte eingebüßt hat. Darüber hinaus stellt TI Griechenland, die Tschechische Republik, Österreich und Italien für die kommenden Monate unter Beobachtung.

Vom analytischen Standpunkt aus betrachtet, führt TI folgende Aspekte als entscheidende Punkte in Europa an: „anfällige EU-Institutionen“, die Blütezeit „populistischer Führer“ und ein mangelnder "Whisteblower-“ Schutz. Die wichtigsten Empfehlungen umfassen: die Durchsetzung der Rechtsstaatlichkeit, den Schutz für Informanten, die Förderung des Dialogs zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Regierungen, die Verbesserung der Transparenz der Gesetzgebung und die Gewährleistung der Pressefreiheit.  

Warum es uns gefällt

Das Webprojekt ist spannend: Eindringliche Infografiken zeigen die wichtigsten Ergebnisse. Eine interaktive Heatmap gibt einen allgemeinen Überblick. CPI-Indexdaten können problemlos heruntergeladen werden.