Asylbewerber in Europa: Das “bevorzugte” Ziel ist Deutschland

Das Dubliner Übereinkommen sieht vor, dass Asylbewerber von einem Land in ein anderes überstellt werden können, insbesondere in die Länder, in denen sie zuerst angekommen sind.

Der Vertrag, der seit 1997 in Kraft ist und vielfach kritisiert wurde, zielt darauf ab, Asylbewerber davon abzuhalten, Anträge in mehreren Ländern zu stellen, und sieht daher die Überstellung von Asylbewerbern von einem Land in ein anderes vor.  

Matteo Villa, Forscher am Institut für Internationale Politische Studien (ISPI), hat die Eurostat-Daten über die Transfers der so genannten “Dublinati” für 2017 für die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore analysiert, um den Umfang des Problems zu rekonstruieren.

Das erste Land, in das Asylbewerber überführt werden, ist Deutschland, dicht gefolgt von Italien.  In den letzten drei Jahren waren die Länder mit den meisten Anträgen: Deutschland mit 1,4 Millionen Asylanträgen, gegenüber etwa 330 000 in Italien und 220 000 in Schweden.

Warum wir diese Arbeit schätzen

Diese Arbeit beleuchtet die europäische Dimension der Rückkehr von Asylbewerbern, und zeigt einerseits die Grenzen des geltenden Systems (Dublin) auf, und andererseits, wie unterschiedliche Politiken die an der Bewältigung dieses Phänomens beteiligten EU-Länder verfolgen, und zwar trotz dieser Grenzen.

Samstag, 03. November 2018

Quelle/n:

VoxEurop
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Tags

Asyl

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