Menschenhandel wird von GRETA verfolgt

Seit 2012 veröffentlicht der Europarat jedes Jahr einen Bericht der Expertengruppe zur Bekämpfung des Menschenhandels (GRETA).

Seit 2012 veröffentlicht der Europarat jedes Jahr einen Bericht der Expertengruppe zur Bekämpfung des Menschenhandels (GRETA ).

Der am 3. April veröffentlichte 7. Jahresbericht zeigt , dass sich die Sklavereiformen des 21. Jahrhunderts europaweit verschärft haben. Nach wie vor dominiert der Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung. Der Bericht weist jedoch auch darauf hin, dass die Ausbeutung von Arbeitskräften in mehreren europäischen Ländern „zur vorherrschenden Form des Menschenhandels geworden ist“, darunter Belgien, Zypern, Georgien, Portugal, Serbien und das Vereinigte Königreich. Allerdings haben alle Länder, „die bisher zweimal von GRETA beurteilt wurden, darauf hingewiesen, dass sich der Menschenhandel zum Zwecke der Ausbeutung von Arbeitskräften in den letzten Jahren tendenziell verschlechtert hat“. Wenngleich Frauen und Kinder von dieser Form des Menschenhandels betroffen sind, handelt es sich bei den meisten der identifizierten Opfer um Männer. Sie werden „oft in Branchen wie Landwirtschaft, Baugewerbe und Fischerei ausgebeutet, während Frauen eher für abgeschiedenere Tätigkeitsbereiche wie Heimarbeit und Betreuung ausgenutzt werden. Nicht selten werden sie zu doppelten Opfern sowohl sexueller Ausbeutung, als auch der Ausbeutung ihrer Arbeitskraft“.

Bei der Umsetzung der Konvention des Europarates zur Bekämpfung des Menschenhandels  wurden weitere Fortschritte erzielt: Am 29. März 2017 ratifizierte die Tschechische Republik die Konvention. Damit haben alle Mitgliedsstaaten des Europarates die Konvention ratifiziert, mit Ausnahme von Russland.

Der Bericht beruht auf länderspezifischen Beobachtungen, welche die neuesten Daten aus dem Vorjahr und einen Überblick über die Lage in den einzelnen Ländern erfassen. Ferner enthält er die Empfehlungen des Ausschusses der Vertragsparteien, sowie die Kommentare und Antworten der Regierungen.

Dienstag, 10. April 2018

Quelle/n:

VoxEurop
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